Brandschutz: Rohre brandschutztechnisch richtig abschotten

Baulicher Brandschutz: Kabel und Rohre richtig abschotten und sauber dokumentieren

Beitrag jetzt bewerten

Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Rohrabschottungen, Kabeldurchführungen und die richtige Kennzeichnung: Im baulichen Brandschutz kommt es auf die passende Lösung und eine nachvollziehbare Dokumentation an. Dieser Beitrag bündelt die wichtigsten Informationen zu Abschottung und Dokumentation.

Werden Kabel oder Rohre durch Wände und Decken geführt, stellt sich im baulichen Brandschutz die Frage nach der geeigneten Abschottung. Dabei kommen je nach Durchführung und Anwendungsfall kommen dabei unterschiedliche Lösungen infrage. Eine eindeutige Kennzeichnung ist ebenso wichtig, damit nachvollziehbar bleibt, welche Materialien verbaut wurden und wie die Abschottung dokumentiert ist.

Kabeldurchführungen: Welche Lösung sich für welchen Anwendungsfall eignet

Bei Einzelkabeln und Kabelbündeln entscheidet die Größe des Bündels und der vorhandene Ringspalt darüber, welche Abschottungstechnik geeignet ist. Im Würth Sortiment stehen dafür zwei bewährte Lösungen bereit:

Brandschutzdichtung Hensomastik® Acryl

  • zur Herstellung von Brandschutzfugen in Wand- und Deckendurchführungen
  • wasserbasiert
  • geeignet für Kabelbündel bis 100 mm in der Decke und 50 mm in der Wand
  • Mindest-Ringspalt: 10 mm

Dichtungsmasse Hensotherm® 7 KS viskos

  • zur brandschutztechnischen Abschottung von brennbaren Rohren in Trockenbau-Schachtwänden, Massivbauteilen und leichten Trennwänden
  • intumeszierend (schäumt im Brandfall auf)
  • geeignet für Kabelbündel bis 50 mm
  • Mindest-Ringspalt: 10 mm

Rohrabschottungen: Zwei Lösungen für unterschiedliche Anforderungen

Rohrdurchführungen erfordern je nach Rohrtyp und Einbausituation unterschiedliche Abschottungsansätze, davon sind zwei häufig eingesetzte Lösungen zum Beispiel:

Brandschutzband Hensotherm® 7 KS 50 mm

  • zur brandschutztechnischen Rohrabschottung von leichten Trennwänden, Massivwänden und Massivdecken
  • intumeszierend
  • geeignet für Einzelrohre, FXP-Schläuche und Klimasplitleitungen

Brandschutzmanschette

  • Stahlgehäuse mit innenliegendem intumeszierendem Band
  • anwendbar bei Einzelrohrdurchführungen, Glasfaserleitungen, Aluverbundrohren und Bündeln mit FXP-Schläuchen
  • auch im Holzbau einsetzbar (zum Beispiel bei vorisolierten Rohren)
  • erhältlich in Dimensionen von 40 bis 700 mm

Kennzeichnung und Dokumentation: Ein wichtiger Teil jeder Brandabschottung

Abschottung endet nicht bei der Produktwahl und Ausführung: Eine nachvollziehbare Kennzeichnung ist ebenfalls zentral, damit später klar ist, was verbaut wurde und wer die Ausführung verantwortet.

Auf einem Kennzeichnungsschild sollten daher mindestens folgende Angaben festgehalten sein:

  • verwendete Materialien (zum Beispiel Acryl, Hensotherm® 7 KS, Manschette)
  • ausführende Firma / ausführende Person
  • Hersteller / Systemgeber
  • Brandwiderstandsklasse
  • Ausführungsdatum
  • Schott-Nummer

Diese Informationen schaffen Transparenz auf der Baustelle und sind zudem als Nachweis gegenüber Auftraggebern wichtig. Für eine vereinfachte, digitale Erfassung und Verwaltung eignet sich deshalb besonders die CENDAS Bausoftware.

Noch Fragen?

Auf unserer Brandschutz-Serviceseite finden Sie weitere Informationen zu allen Brandschutzsystemen und den direkten Kontakt zu unseren Brandschutzspezialisten sowie auf unserer Bausoftware-Serviceseite alle Details zur vollständigen Baudokumentation (Brandschutz inklusive) mit CENDAS.

Unsere Brandschutz-Spezialisten beraten Sie übrigens gerne – auch vor Ort!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert